Bürgermeister Stefan Hundt empfing Reinhard Jung (MdL) im Rathaus

bm-hundt_3„Weitere Ertüchtigung der Ruhr-Sieg-Strecke ist notwendig“

Lennestadt-Altenhundem. Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt (CDU) und der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung sind sich einig: Die Ruhr-Sieg-Strecke der Deutschen Bahn muss weiter ertüchtigt werden. „Das Straßenverkehrsaufkommen wird in den nächsten Jahren weiter dramatisch ansteigen. Daher benötigen wir auch in und für Südwestfalen eine leistungsstarke Anbindung an das überregionale Schienennetz. Die Ruhr-Sieg-Strecke und ihre noch erhaltenen Nebenstrecken sind für den Kreis Olpe und seine Nachbarregionen von größter Bedeutung“, erklärten beide Politiker.

 

Jung, der sich jetzt mit dem neu gewählten Bürgermeister im Lennestädter Rathaus zu einem ersten Gespräch traf, fügte hinzu: „Als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe Bahn (PGB) im Landtag hatte ich bereits Gelegenheit, den neuen Bahnchef Rüdiger Grube kennenzulernen. Mein erster Eindruck ist positiv. Ich denke, Grube ist stärker als sein Vorgänger Mehdorn daran interessiert, dass die Deutsche Bahn auch in der Fläche möglichst präsent bleibt.“

Bürgermeister Hundt berichtete dem Landtagsabgeordneten, dass im Bereich des Bahnhofs Meggen zwei Gleise mit ihren Oberleitungen zurückgebaut werden sollten, so dass das Bahnhofsumfeld weiter verbessert werden kann. Reinhard Jung (MdL) und der Bürgermeister haben sich daraufhin bereits mit Vertretern der DB getroffen und dieses für den Stadtteil Meggen wichtige Thema besprochen. „Ich hoffe, dass wir hier schnell zu einer vernünftigen Lösung kommen“, unterstrich der SPD-Abgeordnete und Verkehrspolitiker.

Weiteres Gesprächsthema war die schwierige Finanzlage nahezu aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Jung und Hundt wiesen die jüngste Kritik des Bundes der Steuerzahler an den Kommunen (‚Sparen statt Jammern’) als „anmaßend und unerträglich“ zurück. „Fakt ist, dass die anhaltende Krise den Kommunen derzeit ganz erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Städte, Gemeinden und Kreise erfüllen wichtige Aufgaben für die Menschen, und dafür benötigen sie eine angemessene finanzielle Ausstattung. Das sollte auch der Steuerzahlerbund zur Kenntnis nehmen“, sprach Reinhard Jung (SPD-MdL) Klartext.

Bürgermeister Hundt berichtete, dass die Stadt Lennestadt für 2010 einen Sparhaushalt geschnürt und damit „einen ziemlich konsequenten Konsolidierungskurs“ eingeleitet habe. Schmerzhaft sei u.a., dass die Stadt voraussichtlich 1,3 Millionen mehr an allgemeiner Kreisumlage zahlen müsse als 2009. „Wir müssen in den nächsten Jahren versuchen, Investitionen so intelligent zu steuern, dass wir im Gegenzuge bei den konsumtiven Ausgaben sparen können“, zeigte der Bürgermeister eine mögliche Strategie auf.
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Von Reinhard Jung (MdL) auf das Thema Gewerbeflächen angesprochen wies Stefan Hundt darauf hin, dass die Stadt derzeit noch 18 Hektar in Reserve habe, die in Teilabschnitten erschlossen werden sollen. „Wir haben dabei insbesondere die Entwicklung unserer ortsansässigen Unternehmen im Blick“, so Hundt. Beide Politiker stimmten überein, dass der Industriebesatz im gesamten Kreis Olpe traditionell überaus zufriedenstellend sei. - Die Bevölkerungsentwicklung Lennestadts bezeichnete der Bürgermeister als „sehr stabil“ und wies abschließend darauf hin, dass die Sanierung der Ortskerne von Meggen und Grevenbrück in den nächsten Jahren „ganz oben auf der Tagesordnung“ steht. Die Stadt setze darauf, dass insoweit eine Förderung im Rahmen der Regionale 2013 möglich wird.